Vor dem Sommer der Füchtlinge.....

16.09.2014, TAZ - die Tageszeitung, berichtet:

"Mare Nostrum" - Frontex - Lampedusa:

bis zu 700 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken!

eine Serie von Unglücken auf hoher See wirft ein Schlaglicht auf die brutalen Methoden der Menschenschmuggler in Nordafrika.

 

Klicken Sie hier für den TAZ Bericht von Mirco Keilberth

Tragödie auf See: bis zu 180 Menschen sollen auf einem Boot vor Lampedusa von anderen Flüchtlingen umgebracht und teils über Bord geworfen sein.

Massaker auf Flüchtlingsschiff

am einem schönen, sonnigen Tag im Mittelmeer; die TAZ berichtet in der Ausgabe vom 24.07.2014:

das Sterben im Mittelmeer

29.08.2014 die TAZ berichtet:

Italien stellt sein Rettungsprogramm "Mare Nostrum" ein. Jetzt soll die EU-Grenzschutzagentur Frontex Flüchtlinge im Mittelmeer retten. Das gab EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch bekannt. Italiens Innenminister Angelino Alfano erklärte, die EU Mitgliedstaaten würden dazu Flugzeuge und Schiffe für Frontex bereitstellen. Angepeilt sei ein Einsatzbeginn im November. Der Einsatz bleibt auf EU Hoheitsgewässer beschränkt. Wegen der Syrienkrise und der Instabilität in Libyen sind dieses Jahr über 100.000 Bootsflüchtlinge in Italien angekommen - eine Rekordzahl. Italien hat seit 2013 mit "Mare Nostrum" große Anstrengungen zur Seerettung unternommen. Die EU hat sich jedoch geweigert, sich umfassend an den Kosten für das Projekt zu beteiligen. (Rom/Berlin, taz/dpa)
 
dazu schreibt Christian Jakob in der TAZ vom 29.08.2014 /Seite 12 folgenden Kommentar:

 

"Wir setzen alles in Bewegung, was wir haben, aber Ihr helft uns", Das war Italiens Ansage an die EU nach der Katastrophe vor Lampedusa im letzten Herbst. Rom sorgte für ein vorläufiges Ende des Sterbens auf dem Meer. Nie kamen mehr Flüchtlinge als in de letzten Monaten. Und nie zuvor wurden mehr gerettet als durch die "Mare Nostrum" -Marinemission.

 

Hilfe bekam Italien allerdings nicht. Die EU trug nur etwas ein Zehntel der Kosten von etwa 8 Million Euro im Monat. Italien blieb nicht nur auf diesen Ausgaben sitzen. Europa änderte auch nichts daran, dass das Land sich ganz allein um die über 100.000 Flüchtlinge kümmern muss, die Italiens Soldaten aus dem Wasser zogen. Es war klar, dass Rom das nicht lange mitmachen würde. Seit dem Frühjahr hat es immer wieder Unterstützung aus Brüssel gefordert. Ohne Erfolg.

 

Im Mai erhöhte es den Druck und zog sich etwa von Libyens Küste zurück. Sofort schnellten die Unfallzahlen hoch: 1.600 der 1.800 ertrunkenen Flüchtlinge in diesem Jahr starben in dieser Zeit. Die tödliche Demonstration ließ Europa unbeeindruckt. Denn anders als bei dem Unglück 2013 wurde jetzt langsam hintereinanderweg gestorben und nicht auf einen Schlag.

 

Jetzt hat Italien genug, und die EU schickt die Grenzschützer von Frontex um "Mare Nostrum" zu ersetzen. Es ist die Verabredung zum Sterbenlassen. Frontex ist nicht ansatzweise imstande, das Meer so zu sichern wie Italiens Marine. Stattdessen wird Frontex tun, wozu es da ist: die Migranten daran hindern, anzukommen. Und wenn sie dabei ertrinken. Bald wird das Wetter wieder schlechter, die Überfahrt noch riskanter. Die Kriege im Nahen Osten und Afrika werden die Menschen weiter aufs Meer treiben. Auf diesem Meer werden dann keine Retter mehr sein. Dafür umso mehr Leichen.

 

 

 

und wir erinnern an den schockierenden Kurzfilm von Pro Asyl: Gewissen lässt sich nicht abschieben !

Die Grenschutzagentur Frontex soll die steigende Migration nach Europa eindämmen. Dafür benutzt sie die Länder Nord- und Westafrikas.

16.05.2014 taz, die tageszeitung und taz.de berichten:

ARD Monitor 17.10.2013: Festung Europa - Die Schuld der EU-Grenzwächter (Frontex)

für diejenige, die diese wichtige Sendung nicht sehen konnten:

 

http://youtu.be/jW3IPR6KTm4

Leserbrief WN, Ibbenbürener Volkszeitung vom 17.10.2013
Leserbrief WN, Ibbenbürener Volkszeitung vom 17.10.2013
M. Schründer & J. Moggert, Ochtrup
Leserbrief MZ 14.10.2013

 

Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa: Folge der europäischen Abschottungspolitik

 

 

Presseerklärung, 06.10.2013

 

hier zu unserer Presseerklärung