Aktuelles aus Presse, Fernsehen und Rundfunk:

11.02.2014 Kurzmeldungen WDR

Gegen Lohndumping: Stadt Emsdetten will Arbeitern helfen

Die Stadt Emsdetten will die Arbeiter beim Geflügel-Zerleger Fine Food künftig menschenwürdiger unterbringen. Das hat der Sozialausschuss am Montagabend (10.02.2014) entschieden. Auch soll ein Runder Tisch eingerichtet werden, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Fine Food arbeitet inzwischen mit einem neuen Subunternehmer zusammen. Wie viele Mitarbeiter die neuen Arbeitsverträge unterzeichnet haben, ist jedoch nicht bekannt.

Die Verträge sind laut Gewerkschaft zwar nach deutschem Arbeitsrecht, böten aber weiterhin viele Möglichkeiten für Lohndumping. Auch die Wohnsituation der Fine Food-Mitarbeiter in der Taubenstraße in Emsdetten sei nach wie vor aber menschenunwürdig. Nun sucht die Stadt weiteren sozialen Wohnraum. Zur Not sollen Container aufgebaut werden. Dem geplanten Runden Tisch haben die Fine Food Mutter Sprehe und das neue Subunternehmen schon eine Absage erteilt.

 

http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/nrwkompakt25116.html

07.02.2014 Emsdettener Volkszeitung:

Gewerkschaft: Werkverträge sind nicht vom Tisch

EMSDETTEN Während der Sprehe-Sprecher versichert, dass der neue Vertragspartner seinen Mitarbeitern Löhne zahlt, die den „Mindestlohn übersteigen“, beurteilt die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) die augenblickliche Beschäftigungslage bei der Firma Fine Food sehr viel kritischer und spricht von "Zynismus".

Die Aussage des Sprehe-Sprechers sei an „Zynismus kaum zu überbieten“, erklärte NGG-Gewerkschaftssekretär Mohamed Boudih gestern gegenüber der Presse. Der größte Profiteur des Lohndumpings sei in der Vergangenheit und auch jetzt immer die Sprehe-Gruppe selbst gewesen.

lesen Sie weiter in der EV oder unter:

http://www.emsdettenervolkszeitung.de/staedte/emsdetten/Bei-Fine-Food-Gewerkschaft-Werkvertraege-sind-nicht-vom-Tisch;art954,2268543

 

06.02.2014 Oldenburgische Volkszeitung:

Vetternwirtschaft? die Geschäftsleitung von NGV, der neue Fine Food - Sprehe Partner

Ein Geschäftshaus in der Lohner Innenstadt: Immer wieder taucht diese Adresse bei den Recherchen im Fine-Food-Skandal um kriminelle Machenschaften und menschenunwürdige Ausbeutung von Arbeitern in der Fleischbranche auf.

 

von Normann Berg, Oldenburgische Volkszeitung

 

Reiner Zufall oder Vetternwirtschaft? 06.02.14 Normann Berg
Fine-Food-Skandal: Sprehe weist Vorwürfe zurück /
Kraft arbeitet an Stellungnahme / Lohner weiter in Haft
14-02-06-ov-lok-09-4c-hd.pdf
Adobe Acrobat Dokument 605.3 KB

05. & 06.02.2014 Emsdettener Volkszeitung:

Initiativen aktiv: Fleischunternehmer Sprehe gerät zunehmend unter Druck

Sprehe schreibt: "Mitarbeiter erhalten mehr als Mindestlohn"

EMSDETTEN Erstmals erklärte jetzt ein Sprecher der Sprehe-Gruppe dass die Mitarbeiter, die bei Fine Food die Puten zerlegen, mehr als den Mindestlohn erhalten, der im Branchentarifvertrag vorgesehen sei. Die Mitarbeiter sind nicht bei Fine Food selbst angestellt, sondern bei einem Unternehmen, mit dem Sprehe zusammenarbeitet.

Werkverträge, Leiharbeit, Subunternehmer – das Geflecht bei Fine Food ist kompliziert. So verwendet die Verwaltung in ihrer Vorlage zum kommenden Ausschuss immer den Begriff „Leiharbeiter“, spricht von der Situation der osteuropäischen „Leiharbeiter“, die bei Fine Food tätig sind.

Dagegen stellt der Sprecher der Sprehe-Gruppe, Siegfried Kaiser, klar, dass es sich bei den Beschäftigten in Emsdetten, die das Geflügel zerlegen, nicht um „Leiharbeitnehmer der Firma Fine Food“ handelt. „Wir stehen mit dem Unternehmen, das die Zerlegung von Geflügel für uns selbstständig und durch eigene Mitarbeiter ausführt, in einem eigenständigen Vertragsverhältnis“, teilt der Sprehe-Sprecher mit.
- von Klaus Spellmeyer, 06.02.2014 -

 

Ein offener Brief an die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft über die unhaltbaren Zustände bei Fine Food. Ein Schreiben des Bürgermeisters an die Geschäftsführung von Sprehe. Der Fleischunternehmer, dem man vorwirft, er beute osteuropäische Arbeiter aus, gerät zunehmend unter Druck. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit galt nicht bei Fine Food. Das Firmengeflecht mit Werkverträgen, Leiharbeitsfirmen und Subunternehmen ist „dubios“, wie die Initiative für Bleiberecht es formuliert.

Klaus Spellmeyer - Emsdettener Volkszeitung - Lesen Sie mehr auf:

 

http://www.emsdettenervolkszeitung.de/staedte/emsdetten/48282-Emsdetten~/Initiativen-aktiv-Fleischunternehmer-Sprehe-geraet-zunehmend-unter-Druck;art954,2266315

 

 

 

Das Wort "Zigeuner" hat Konjunktur

Sensationsberichterstattung über »geraubtes blondes Mädchen« hat verheerende Folgen

6. November 2013, aus der Presse:

Roma am Pranger

Minderheit wird kriminalisiert und ausgegrenzt.

Romani Rose fällt es schwer, die Fassung zu bewahren: »Sinti und Roma sind mittlerweile wieder gezwungen, ihre Zugehörigkeit zur Minderheit zu verbergen.« Es ist selten, daß jemand laut wird, der auf dem Podium der Bundespressekonferenz spricht. Der Vorsitzende des Zentralrates deutscher Sinti und Roma aber hatte am Dienstag Wut im Bauch.

 

Lesen Sie weiter:

http://www.jungewelt.de/2013/11-06/057.php

 

 

und in der TAZ vom 6. November zum gleichenThema:

Bernhard Pötter
TAZ, die Tageszeitung Seite 7 vom 6.11.2013

Thema: Lohnsklaven in Deutschland; miese Jobs für billiges Fleisch

09.01.2014 die Oldenburgische Volkszeitung berichtet in der Heimat von Sprehe!

30 Beschäftigte einer Lohner Leiharbeitsfirma machen im Emsdettener Rathaus auf ihr Schicksal aufmerksam. von Normann Berg.

Lesen Sie weiter:

Protest der Betrogenen und Mitellosen
09.01.2014 OV.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.0 MB

24. Juni 2013, 22:45h ARD 1 - Mediathek