A S Y L P O L I T I K   -   I N T E G R AT I O N

02.05.2015 die WN berichtet vom evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg:

Ev. Kirchenkreis drängt auf Integrationszentrum

26.01.2015 Leserbrief unserer Kreis Bleiberechtsinitiative

Protest gegen das Nein vom Kreis ST zu der Einrichtung der kommunalen Integrationszentren 

Es tut sich was im Kreis Steinfurt

Auch im neuen Jahr nimmt die Zahl der Hilfesuchenden, die sich an die Bleiberechtsinitiative des Kreises Steinfurt wenden, nicht ab. Und ihre Not ist groß. Das mussten die Teilnehmer, die zum ersten Treffen im neuen Jahr gekommen waren, wieder einmal erkennen.

„Wir haben 8 Jahre aus der Mülltonne gelebt“, sagte z.B. ein junger Roma, der mit seinen zwei kleinen Kindern und seiner Frau wieder nach Deutschland geflohen war. Eine junge Frau, die mit ihrem Mann gekommen war um Hilfe zu finden, schilderte: „Ich bekomme täglich schreckliche Bilder aus Syrien von meiner Schwester und ihren vier Kindern. Wie gerne würde ich sie zu mir nach Deutschland holen, aber zurzeit gibt es keine Möglichkeiten, denn das Kontingent für Flüchtlinge aus Syrien ist ausgeschöpft und unsere Finanzlage ermöglicht mir nicht, eine Verpflichtungserklärung für meine Familie abzugeben.“ Hilfe braucht auch ein junger Mann aus Guinea, der über Italien nach Deutschland geflohen ist. Sein Asylantrag wurde abgelehnt und er soll nun nach Italien abgeschoben werden. Dass dieses Land sich allein aufgrund seiner geographischen Lage schon über Gebühr mit Flüchtlingsströmen konfrontiert sieht, interessiert dabei scheinbar gar nicht. Die Dublin III-Bestimmungen sehen eine Abschiebung vor und die deutschen Behörden müssen sie vollziehen.

Gleichzeitig gab es viel Positives zu berichten. Im Kreis Steinfurt tut sich was. An mehreren Orten sprießen Initiativen, in denen sich Menschen zusammenschließen, um sich ehrenamtlich für ein herzliches Willkommen von Flüchtlingen in ihrem Ort einzusetzen. Aus Metelen, Altenberge, Ochtrup, Saerbeck, Emsdetten, Neuenkirchen konnten Vertreter der jeweils dort ansässigen oder sich entwickelnden Gruppen von ersten sehr positiven Entwicklungen berichten. Ehrenamtlich erteilte Deutschkurse, Hilfe bei der Beschaffung von Möbeln, Kleidung, Spielzeug, Fahrrädern etc., Unterstützung beim Arztbesuch und Behördengang – es gibt unendlich viele Möglichkeiten, etwas zu tun. Gleichzeitig ist der Bedarf an Unterstützung und Beratung für die Hilfeleistenden jedoch groß. Man muss sich zurechtfinden in einem Dschungel von Gesetzen und Verordnungen, kennt die Rechtslage der Betroffenen nicht, möchte helfen und stößt immer wieder an bürokratische und juristische Hürden oder Grenzen, leidet mit ihnen unter einer Ablehnung des Asylantrages und drohenden Abschiebung usw.

In diesem Zusammenhang kritisierten die Teilnehmer der Bleiberechtsinitiative die ablehnende Haltung des Kreises zur Einrichtung eines kommunalen Integrationszentrums, was vom Land gefördert würde. Mittlerweile haben alle kreisfreien Städte und fast alle Kreise ein solches Zentrum. Nur drei von insgesamt 52 lehnen die Einrichtung ab.

Das kann und darf nicht wahr sein. Da waren sich alle Anwesenden einig. Wir werden weiterhin für eine solche Einrichtung kämpfen, so die Initiativen.

Weitere Informationen: www.bleiberecht-netzwerk-steinfurt.de

 


30.01.2015 Leserbrief von Josef Hemmling aus Ochtrup:

dezentrale Integrationszentren im Kreis, ein guter Lösungsansatz
2015-01-30 Leserbrief - Guter Lösungansa
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13.12.2014 MZ/EV und WN berichten auf der Kreisseite:

Bleiberechtsinitiative drängt auf I-Zentrum

Kreis will kein I-Zentrum

Moenikes: BM gegen Integrationszentrum

Integrationszentrum Kreis Steinfurt MZ E
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08.05.2014 die MZ-EV berichtet aus Greven:

ein Infoabend zur Lage von Flüchtlingen mit Marlies Isernhinke von der GGUA Flüchtlingshilfe.

auch in Greven suchen mehr Menschen Hilfe.

EVKR, Nr. 106, vom 08.05.14
Infoabend in Greven zur Lage der Flüchtlingen

Asylbewerber Barkindho Diallo; Spende kommt; Sorgen bleiben.

12.04.2014 Westfälische Nachrichten:

Saerbeck - von Alfred Riese, WN

Das war eine Spende genau zur rechten Zeit. 250 Euro von der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) hatte deren Dekanatssprecherin Annegret Eiterig jetzt im Gepäck. Das Geld soll dem Asylbewerber Barkindho Diallo helfen. Dessen Unterstützer können es gut gebrauchen: für die Prüfungsgebühr des Deutschkurses, den der 19-Jährige gerade abschließt.

 

Lesen Sie den ganzen WN Bericht

                 

vom 1. - 17. April 2014 im Kreishaus Steinfurt, Tecklenburger Straße 10, 48565 Steinfurt

"Heimat Steinfurt?" Gesichter erzählen Geschichten

17 Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern erzählen in der Ausstellung „Heimat Steinfurt?“ des Jugendmigrationsdienstes der Ev. Jugendhilfe Münsterland in Kooperation mit Kulturpfade von ihren Träumen, wie sie Steinfurt erleben, was Heimat für sie bedeutet und wo ihre Heimat ist.

Die Fotografin Gudrun Kremer hat von allen Beteiligten zwei ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotos angefertigt, auf denen sie verschiedene Perspektiven der jungen Menschen eingefangen hat.

 

Einige Menschen, z.B. aus Kenia, Syrien, Marokko und Lettland, sind erst vor kurzem eingereist, einige wurden aber schon in Deutschland geboren. Wir waren sehr erstaunt darüber, wie offen die Jugendlichen waren. Donika, 18 Jahre, aus dem Kosovo, ist seit einem Jahr in Deutschland. Sie träumt davon, in einer sozialen Gesellschaft zu leben, wo alle gleich sind. Für sie ist Heimat ein Ort, wo man sich wohl fühlt, und in Deutschland fühlt sie sich momentan am wohlsten. Marion, 26 Jahre, aus Estland, dagegen meint : Ein Zuhause kann ich überall haben, aber meine Heimat ist da, wo meine Wurzeln sind.“

 

Die Ausstellung wurde im Ev. Gemeindezentrum in Steinfurt-Borghorst während derinterkulturellen Woche eröffnet. Zwei junge Frauen haben ihre Texte vorgelesen und damit die Anwesenden sehr beeindruckt.

 

 

Bildautorin: Gudrun Kremer
Donika Haliti, 19 Jahre, aus dem Kosovo

Donika Haliti, 19 Jahre, aus dem Kosovo:

 

Mein Traum ist es, in einer sozialen Gesellschaft zu leben, wo alle gleich sind, wo es keine Armut  und keinen Reichtum gibt, in einer Welt zu leben, wo Menschen und Tiere Rechte und Freiheit genießen und wo Rassismus und Diskriminierung uns fremd sind. Meine Zukunft stelle ich mir aktiv vor. Ich will viel für mich und für andere tun. Beruflich möchte ich Sozialarbeit machen.

 

Ich liebe es,  Zeit in der Natur zu verbringen. Ich lese gern, und Dokumentarfilme über Politik, Wissenschaft und Geschichte finde ich auch toll. Und auch Tierpflege gehört zu meinen Hobbys.

 

Was das Leben in Deutschland leicht macht, ist, dass es hier so viele Wege gibt, sich zu bilden, die für alle offen stehen. Man kann sich immer weiter bilden, um seinen Träumen auch gerecht zu werden. Was ich auch super finde, ist, dass es hier auch kostenfreie Deutschkurse für Erwachsene gibt, die nicht mehr zur Schule gehen können.

 

Als Migrant oder Migrantin in Deutschland bist Du nie gleichberechtigt wie jemand mit einer deutschen Staatsangehörigkeit. Man hat immer mit der Ausländerbehörde zu tun, und man muss andauernd verschiedene Anträge stellen, die mit viel Zeit und Stress verbunden sind. Viele Menschen, davon auch viele in Deutschland, denken, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, was bedeutet, dass jeder, der  gut Deutsch sprechen kann und eine Arbeit hier findet, hier auch bleiben darf. Aber die Wahrheit sieht ganz anders aus. Und so werden viele Menschen, die sich in das Leben in Deutschland integrieren wollen oder sich schon integriert haben, einfach daran gehindert, hier weiter zu leben, obwohl es hier in Deutschland doch an Facharbeitern mangelt. Niemand weiß genau, warum das so ist und wenige interessieren sich auch genug, um zu fragen.

 

Heimat ist für mich ein Ort, wo man sich wohl fühlt, Und in Deutschland fühle ich mich momentan am wohlsten.

 

Bürgermeister fordern härtere Gangart bei Abschiebungen im Kreis Steinfurt

14.01.2013 WN Leserbrief Johann Moggert, Ochtrup:

Leserbrief Westf. Nachrichten
2014-01-14 Leserbrief Johann Moggert, Ochtrup

Emsdettener Volkszeitung 17.01.2014

Unterkünfte für Flüchtlinge in Emsdetten werden knapp.

EMSDETTEN Die Flüchtlingszahlen steigen – auch in Emsdetten. Das stellt die Stadt vor Probleme: Sie weiß nicht, wo sie die vielen Menschen unterbringen soll. Darum sucht sie jetzt nach zusätzlichem Wohnraum. Emsdettener, die Wohnungen zur Verfügung stellen können, sind aufgerufen, sich bei der Stadt zu melden.

Wohnungen gesucht: Unterkünfte für Flüchtlinge werden knapp - Emsdettener Volkszeitung - Lesen Sie mehr auf:

 

http://www.emsdettenervolkszeitung.de/staedte/emsdetten/Wohnungen-gesucht-Unterkuenfte-fuer-Fluechtlinge-werden-knapp;art954,2248463=

 

 

14.01.2013 WN Leserbrief Johann Moggert, Ochtrup:

Leserbrief Westf. Nachrichten
2014-01-14 Leserbrief Johann Moggert, Ochtrup

Bürgermeister fordern härtere Abschiebepraxis

Leserbriefe zum Thema Abschiebung Kreis Steinfurt

zum Vergrössern = klaren Lesen : Leserbrief anklicken!

11. Dezember 2013, Streit um Asylpolitik

Kreisdirektor Sommer wirft Hockenbrink „üblen Populismus“ vor

 

Kreis Steinfurt - 

Die Kritik an den umstrittenen Äußerungen von Bürgermeister Ullrich Hockenbrink (SPD) zur Abschiebung von Asylbewerbern wird immer lauter. In ungewohnt scharfer Form hat sich jetzt auch Kreisdirektor Dr. Martin Sommer zu Wort gemeldet. Der hohe Verwaltungsbeamte wirft dem Westerkappelner Rathauschef „üblen Populismus“ vor. 

 

Lesen Sie weiter:

http://www.wn.de/Mobil-Home/Streit-um-Asylpolitik-Kreisdirektor-Sommer-wirft-Hockenbrink-ueblen-Populismus-vor

Initiative fordert vom Landrat ein klares Bekenntnis zu einer humanen Asylpolitik im Kreis Steinfurt.

Münstersche Zeitung 11. Dezember 2013, Kreis und Region

unsere Pressemitteilung vom 9. Dezember 2013

MZ vom 11.12.13 Kreis und Region
MZ vom 11.12.13 Kreis und Region

ein klares Bekenntnis zu einer humanen und solidarischen Asylpolitik im Kreis Steinfurt fordert die Intiative "Bürgerinnen und Bürger des Kreises Steinfurt für Humanität und Bleiberecht" von Landrat Thomas Kubendorff.

 

>>Lesen Sie hier unsere Pressemitteilung im Original

 

 

 

Wie jetzt bekannt wurde, trafen sich vor wenigen Tagen 10 Bürgermeister aus dem Altkreis Tecklenburg zu einem Arbeitstreffen bei heißem Kaffee und belegten Brötchen. U.a. debattierten die Bürgermeister über die Asylpolitik im Kreis Steinfurt. Dabei kritisierten Sie eine angeblich „zu laxe Abschiebepraxis“ des Kreises Steinfurt und forderten eine härtere Gangart im Umgang mit Asylbewerbern. Ullrich Hockenbrink, der Verwaltungschef von Westerkappeln, wird mit der Äußerung zitiert: „Wir haben das Gefühl, der halbe Balkan sitzt hier im Winter herum“.

 

„Wir halten diese Äußerung für skandalös und absolut populistisch“, so die Initiative ›Bürgerinnen und Bürger des Kreises Steinfurt für Humanität und Bleiberecht‹. „Wir fragen uns“, so die Initiative weiter, „ob wenigstens einer der zehn Bürgermeister widersprochen hat. War jemand anderer Meinung? Empörte sich einer der Zehn, verließ deswegen sogar die Versammlung?“

 

Die Initiative erläutert weiter: „Zur selben Zeit drohen erneut Flüchtlinge auf dem Mittelmeer zu ertrinken. Zur selben Zeit waren und sind Roma in vielen Ländern einer systematischen Diskriminierung und im Kosovo einer direkten Verfolgung ausgesetzt. Zur selben Zeit versuchen tausende Menschen an den Außengrenzen Syriens ihr Leben zu retten und Asyl in anderen Ländern zu finden.“ Die Initiative fragt sich, ob die Einlassungen der Bürgermeister nicht schon allein aus humanitären Gründen skandalös sind. Erst recht aber auch aus politischen Gründen. Flucht vor Verfolgung, Unterdrückung oder sozialem Elend hat immer tiefere politische Ursachen. Hiervor die Augen zu verschließen und die Grenzen dicht zu machen, das ist zu einfach. Auch und gerade von Bürgermeistern kann man erwarten, dass sie politische Zusammenhänge erkennen.

 

Flüchtlinge gegeneinander auszuspielen, wie das Bürgermeister Hockenbrink tut, indem er Roma-Angehörige aus Serbien, Mazedonien und Montenegro ins Elend abschieben will, „weil sie die Heime voll machen“ und Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien die Plätze wegnähmen, hält die Initiative für völlig verfehlt. Der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg habe deshalb völlig recht: „Eine Willkommenskultur für Flüchtlinge verträgt sich nicht mit der allgemeinen Forderung nach einer harten Vorgehensweise“.  In diesem Sinne erwartet die Initiative von Landrat Thomas Kubendorff ein klares Bekenntnis zu einer humanen und solidarischen Asylpolitik im Kreis Steinfurt.

 

4. Dezember 2013, Infos aus dem Altkreis Tecklenburg:

auf einem Arbeitstreffen mehrerer Bürgermeister im Altkreis Tecklenburg fordern diese eine härtere Gangart bei Abschiebungen im Kreis Steinfurt! Den Vogel abgeschossen hat dabei der Bürgermeister von Westerkappeln Ullrich Hockenbrink (SPD): Seine bekannt gewordene Äußerung "Wir haben das Gefühl der halbe Balkan sitzt hier im Winter herum" hat bereits Proteste hervorgerufen. Hier zu den Zeitungskommentaren: